Todesmarschgedenken Leipzig / Wurzen

Der 8. Mai gilt als Tag der Befreiung – ein Grund zum Feiern, aber auch Anlass, der Millionen Opfer von Gewalt und Terror zu gedenken. Der Bund der Antifaschisten (BdA) tut dies bereits zum 18. Mal, in dem er an die Leiden der Insassen von Konzentrations-, Arbeits- und Haftlagern erinnert, die zu Kriegsende auf lange, oft ziellose Märsche durch ganz Deutschland geschickt wurden. Die sogenannten Todesmärsche (ausführliche Informationen Über die Todesmärsche im Leipziger Raum auf der Rückseite) kosteten so kurz vor der ersehnten Freiheit noch tausende Menschenleben. Die völlig Entkräfteten starben an Hunger, Durst und Kälte oder durch Schüsse ihrer Bewacher.

Weedeater I Support: Quallus


„Wir machen Musik für Neandertaler!“, meinte Weedeater Mastermind Dixie Collins einst, und wenn man sich dem groovenden Sludge-Doom der Jungs aus Wilmington hingibt, wird man schnell eine Ahnung davon bekommen, wie das gemeint ist. Stücke von überschaubarer Länge, die zielgenau auf den Punkt kommen, tonnenschwere Grooves, simple, einprägsame Rhythmik und ein martialischer, voluminöser und ultraroher Sound, der auch rein physisch beeindruckend ist, prägen den Stil der Band. Und dennoch agieren sie songwriterisch und spielerisch auf höchstem Niveau. Keine zweite Band vermag mit einer derart rudimentären Herangehensweise so viel Effekt zu bieten. Allein die Eingespieltheit und Harmonie der Drei live on Stage ist beeindruckend, und zeigt eindrucksvoll, was ein Leben on the Road für Unikate hervorzubringen vermag. Zumal sie stilistisch ein Antistatement zu ihrer Heimat, North Carolina im Bible Belt der USA, geben, denn ihr Sound lobpreist die wichtigsten Errungenschaften, die ihr erzkonservatives Umfeld verteufelt: Weed und Whiskey.
http://www.weedmetal.com/
https://www.facebook.com/weedmetal/
https://www.youtube.com/watch?time_continue=30&v=pK8yEnny9WQ
https://www.youtube.com/watch?v=HdALQEe9WuM&t=1558s

Support: Quallus
aus Leipzig wurde Ende des Jahres 2014 von 4 Mitgliedern der Vorgängerband DeZafra Ridge gegründet. Innerhalb der Genregrenzen lotet das Sludge/Doom Quintett QUALLUS sämtliche Extreme konsequent aus. Kraftvolle, treibende Gitarrenarbeit trifft auf zermalmende Slomotion-Parts, durchsetzt von finsterer Sludge-Heaviness, wobei die Band immer wieder ihrer Liebe zu Melodien freien Lauf lässt. Gekrönt wird das Ganze von hartem, fiesem Keifgesang. Diese explosive Mischung geht weit über simple Riffanbetung hinaus und ist in dieser Art und Qualität selten zu hören. https://quallus.bandcamp.com

Gedenkveranstaltung zum 73. Jahrestag des „Massakers von Abtnaundorf“ 

  

Anlässlich des 73. Jahrestags des „Massakers von Abtnaundorf“ und des Kriegsendes in Leipzig findet am Mittwoch, 18. April 2018 um 16:00 Uhr am Mahnmal Abtnaundorf (Theklaer / Heiterblickstraße) eine Gedenkveranstaltung statt.
Die Veranstaltung wird von der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig / Förderverein „Dr. Margarete Blank“ e.V. und dem Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten e. V. ausgerichtet.

Es sprechen:
– Ann Katrin Düben (stellv. Vorsitzende des Fördervereins „Dr. Margarete Blank“ e.V.)
– Anne Friebel (wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig)

Im Anschluss stellt Harald Alff die künstlerische Installation vor, die er im Auftrag der Stadt Leipzig vor dem Mahnmal gestaltet hat. Das etwa zehn Meter lange Objekt – ein Dickicht aus 208 stählernen Stelen – wurde im Januar 2018 eingeweiht. In die Stelen sind die Namen aller bekannten Opfer des Konzentrationslagers „Leipzig-Thekla“ sowie des „Massakers von Abtnaundorf“ eingestanzt und somit erstmals in der Öffentlichkeit sichtbar.

Hintergrundinformationen zum „Massaker von Abtnaundorf“ gibt es auf der Homepage der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig:
http://www.zwangsarbeit-in-leipzig.de/zwangsarbeit-in-leipzig/mahnmal-abtnaundorf/

Lebanon Hanover & Selofan // Conne Island

Tanz den Galgentanz …. Tolles Konzi, danke Lebanon Hanover / Iceglass / William

Lebanon Hanover:
Lebanon Hanover sind Laurissa Iceglass und William Maybelline, die aufs Wesentliche reduzierten, frostig-minimalen Gitarren/Bass-Wave produzieren. Ein vielseitiges und ideenreiches Duo, das Minimal Synth mit ursprünglichem New Wave und einer gehörigen Portion Post Punk anreichert und veredelt.

Bereits mit ihrer ersten Single „Gallow Dance“ landeten sie 2013 einen Undergroundhit, der selbst heute noch mühelos jede Tanzfläche füllt.

Am 3.4.2018 erscheint nunmehr das neue 5te Album der Kultformation „Let them be alien“.
http://lebanonhanover.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/lebanonhanover

Selofan war erste Sahne gaben alles :)

Selofan:
Selfon überrascht uns mit einer wilden Melange aus Darkwave, Synthpunk, melodischen Saxophonmärchen und Früh-Industrialbeats.
Die Griechen verstehen es mit ihrer Musik eine romantisch-melancholische Stimmung zu schaffen. Genauso gut können sie jedoch eine kalte, abweisende, ja zum Teil sogar deprimierende Atmosphäre erzeugen. Selofan erschaffen immer eine perfekte visuelle Umsetzung ihrer Songs. Ihre Videos besitzen hohen künstlerischen Anspruch und weisen dabei eine große Intensität auf. Ein gewisser Hang zum Morbiden ist ihnen insgesamt sicherlich nicht abzusprechen. Auch das Bedürfnis die Facetten der menschliche Psyche zu thematisieren ist offensichtlich. Am 13.4.2018 erscheint das nunmehr 5te Album „Vitrioli“.
https://www.facebook.com/selofan.funpage/

Gedenken am „Denkmal der 53“ in Lindenthal am 14.04.2018

Erinnerung an einem authentischen Ort an letzte Opfer der Faschisten vor der Befreiung Leipzigs

14.04.2018, 10.45 Uhr, Treffpunkt: Karl-Marx-Platz in Lindenthal

 

Am 12. April des Jahres 1945 wurde Lindenthal Schauplatz eines grausamen Verbrechens. Die Truppen der US-Armee hatten bereits Pegau und Weißenfels erreicht, als die Gestapo 52 Häftlinge des Polizeigefängnisses Leipzig nach Lindenthal bringen ließ. Am Exerzierplatz wurden die Opfer durch Genickschuss ermordet und in einem Bombentrichter verscharrt.

Alfred Kästner und Paul Küstner, zwei aktive Nazigegener, waren unter den zehn ermordeten Deutschen Häftlingen. Außerdem wurden 24 sowjetische, sieben polnische, sechs tschechische, zwei französische und ein amerikanischer Gefangener umgebracht. Zwei der Toten sind unbekannter Herkunft. Bei der Öffnung des Grabes wurde ein 53. Leichnam entdeckt, bei dem es sich wahrscheinlich um einen Zwangsarbeiter handelt.

Folgt man heute der „Straße der 53″ in Lindenthal, kommt man zum damaligen Ort des Geschehens. Am südwestlichen Rand des Tannenwaldes, in unmittelbarer Nähe zum Bombentrichter, in denen die Opfer gefunden wurden, erinnert seit 1954 eine Gedenkstätte an das Massaker. Drei Stelen tragen die Namen der Ermordeten, in zwei Gemeinschaftsgrabstätten ruhen die 42 ausländischen Opfer.

„Sich Erinnern ist ein politischer Akt!“ Über die aktuelle Macht der Vergangenheit!: Schluss mit Auschwitz?! Ein Ende des „Kriegsschuldkults“?!

Gemeinsame Veranstaltung in Kooperation mit dem Erich-Zeigner Haus e. V. im Rahmen der Reihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt!“ Über die aktuelle Macht der Vergangenheit!: Schluss mit Auschwitz?! Ein Ende des „Kriegsschuldkults“?!

13.04.2018, 18 Uhr, Erich-Zeigner-Haus

Björn Höcke [AfD] forderte zu Beginn des Jahres 2017 eine „180 Grad-Wende in der deutschen Erinnerungskultur“. Zur Staatsraison der Bundesrepublik Deutschland gehört eine Verurteilung des Nationalsozialismus und die Übernahme einer Verantwortung für die historischen Geschehnisse. Die Forderungen von B. Höcke durchbricht diesen Konsens. Zurecht? Müssen wir uns nach 70 Jahren nicht mehr der Verantwortung stellen? Schluss mit Auschwitz? Worin liegen die historischen Ursprünge dieser Forderung von Rechts und in wieweit hat der Vorwurf einer postulierten „political correctness“ tatsächlich Bestand? Pia Heine hält dazu einen Vortrag und lädt anschließend zu einer offenen Diskussion ein.

Henry Lewkowitz moderiert den Abend.

Gedenktafeleinweihung für den „Stille Helden“ Otto Heinze

Am Freitag, den 13. April um 16.30 Uhr fand in der Marktstraße 7 die Gedenktafeleinweihung für den „Stille Helden“ Otto Heinze statt.

Otto Heinze hat die Lebensbedingungen russischer Zwangsarbeiter verbessert und hat ein Kind Inhaftierter Genossen bei sich aufgenommen. Heinze wurde am 01.04.1944 verhaftet und wurde am 11.10.1944 vom Volksgerichtshof Dresden zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung fand am 17.11. 1944 statt. Er wohnte bis zu seiner Verhaftung in der Marktstraße 5, an dessen Nachbarhaus wir die Gedenktafel anbringen werden.

Wir laden Sie und Euch herzlich ein, an der Gedenktafeleinweihung teilzunehmen – im Anschluss findet um 18.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus mit einem Vortrag zum Thema „Schluss mit Auschwitz?! Ein Ende des Kriegsschuldkult?!“ der Auftakt zu unserer neuen Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt. Zur aktuellen Macht der Vergangenheit“ statt. Auch hierzu laden wir Sie und Euch herzlich ein !

Flyer